THE EUROPEAN CW ASSOCIATION

EuCW Aktivität - Leiterspiel

Edition 2016

Ziel

Das Ziel dieser Aktivität ist, CW Freunde in Europa einander näher zu bringen, und zwar durch freundliche und entspannte Verbindungen mit signifikantem Inhalt. Solche Kontakte werden spielerisch auch mit Punkten belohnt, dabei gibt es aber je nach Glück oder Pech Punktgewinne oder -abzüge, wenn ein QSO mit bestimmten Locatorfeldern gemacht wird. Ein häufig gearbeitetes Feld kann zur "Schlange" werden, was ein Punktverlust bedeutet, ein seltenes Feld kann "Leiter" werden und man bekommt Zusatzpunkte. Welche Felder Schlangen oder Leitern sind, weiß man aber immer nur hinterher, das ändert sich auch monatlich.

Es gibt zwei Runden im Jahr, jeweils vom 1.1 zum 30.6. und vom 1.7. zum 31.12.

Zu arbeitende Stationen

Gearbeitet werden nur "Europäische" (siehe Anhang 1) Stationen in CW. Jede Station darf nur einmal am Tag gearbeitet werden. Nicht erlaubt sind Runden mit mehr als 2 Teilnehmern, Verbindungen via Relais oder Satelliten.

Dies ist kein "Kontest" mit Kurzverbindungen in festgelegtem Format, wo die Kontester unter sich sind. Ganz im Gegenteil, dies soll echte Kontakte fördern, wo man sich etwas zu sagen hat. Die Mindestdauer eines QSO ist 5 Minuten. Wie man diese 5 Minuten füllt, bleibt jedem selber überlassen, es macht auch nichts, wenn der QSO-Partner kein Mitspieler im Leiterspiel ist.

Frequenzen

Alle im IARU-R1 Bandplan nur für CW vorgesehenen Frequenzen auf den Bändern von 160m bis 2m, ausgeschlossen sind die Bänder 4m und 60m. Jedes Band wird in einen "oberen" und einen "unteren" Teil aufgeteilt. Der obere Teil sind die höchsten 10 kHz des CW-Exklusivbereichs, also in kHz 1828-1838, 3560-3570, 7030-7040, 10120-10130, 14060-14070, 18085-18095, 21060-21070, 24905-24915, 28060-28070, 50090-50100, 144100-144110. Der untere Teil sind die darunter liegenden Frequenzen. Auf die im Bandplan genannten Besonderheiten ist Rücksicht zu nehmen, z.B. QRS, QRP, MS.

Wie werden Leitern und Schlangen bestimmt?

Alle Logs, die am Monatsende beim Auswerter eingehen, werden in ein Gesamtlog zusammengefasst. Jeder Locator, der in diesem Gesamtlog nur einmal auftaucht wird Leiterkandidat. Unter diesen Kandidaten bestimmt das Los jeden fünften zur Leiter. Jeder Locator, der mehr als fünf mal dort auftaucht, wird Schlangenkandidat. Unter diesen bestimmt das Los jeden zehnten zur Schlange. Das Los ist tatsächlich ein Zufallszahlengenerator, der nicht manipuliert werden kann.

Punkte

Gültige QSOs bringen

Leitern bringen zusätzlich

Schlangen kosten immer

Leiterpunkte werden zu den QSO-Punkten addiert, Schlangenpunkte werden nur von den im selben Monat gearbeiteten Leiterpunkten abgezogen. Wer also kein Glück hat mit Leitern, braucht sich vor Schlangen nicht zu fürchten.

Logs

Es werden NUR elektronische Logs im Format ADIF (.adi) akzeptiert, die vor dem 8. Tag des Folgemonats eingehen, und zwar per Email an SL(at)eucw.org. Über das reine ADIF-Log hinaus müssen folgende Daten gesendet werden:

  1. Monat des Logs
  2. Verwendete(s) eigene(s) Rufzeichen.
  3. Name und E-Mail-Adresse des Teilnehmers
  4. Anzahl der eingereichten QSOs

Folgende QSO-Daten MÜSSEN in JEDEM QSO des ADIF-Logs sein:

Fehlende Angaben führen meist zu Punktverlust, ebenso unrichtige Angaben. Nur richtig formatierte ADIF-Dateien können verarbeitet werden. Alle anderen Formate (andere Logformate, Excel, Textdateien) können nicht verwertet werden. Die meisten Logprogramme erstellen gute Dateien, die Teilnehmer müssen sich aber davon überzeugen, dass auch alle Daten vorhanden sind. Während für das Log klare Richtlinien gelten, sollen QSOs frei gestaltet werden. Die Angaben im Log müssen nicht unbedingt im QSO ausgetauscht werden. Eine Vorstellung ist unnötig, wenn man sich schon kennt, ein Locator darf auch aus einer Karte entnommen werden. Dies ist eben kein Kontest, wo Fremdquellen geächtet sind, auch Skeds sind erlaubt.

Auswertung: Sie erfolgt rechnergestützt, so dass die Auswertung nach einer Woche meist zum 14. Tag des Folgemonats erstellt wird. Trotzdem ist die Auswertung ein gutes Stück Arbeit. Dem Auswerter wird nicht zugemutet, falsch formatierte Logs wandeln zu müssen.

Diplome

Wer alle 6 Monatslogs einsendet erhält ein Diplom, ebenso die fleißigsten Teilnehmer. Die Entscheidungen des Auswerters sind nicht anfechtbar.

DM4RW (Übertragung aus dem Englischen durch DL1GBZ, im Zweifelsfall gilt der Englische Text.)

P.S. Weitere Hintergrundinformationen sind zusammengestellt im Anhang 2. Anhang 1 ist die DXCC-Liste zur Europa-Definition im Sinne des Leiterspiels.