THE EUROPEAN CW ASSOCIATION

EuCW Aktivität - Leiterspiel

2. Edition: April 2015 bis Dezember 2015

Ziel

Ziel des Spiels ist, möglichst viele Locatorfelder zu arbeiten, wobei man durch Schlangenfelder behindert und durch Leiterfelder gefördert wird. Ein Leiterfeld ist ein seltenes Feld, das Bonuspunkte bringt. Ein Schlangenfeld mit viel Aktivität kostet Punkte.

Zu arbeitende Stationen

Es werden "europäische" Stationen gearbeitet, und jede Verbindung dauert mindestens fünf Minuten. Es geht NICHT um Geschwindigkeit, auf langsame Stationen ist mit QRS Rücksicht zu nehmen. Dies ist KEIN Kontest, sondern eine Langzeit-Aktivität, die volle neun Monate dauert. Nach jedem Kalendermonat werden Logs eingeschickt, und erst dann entscheidet sich, was die Schlangen- und Leiterfelder des Vormonats waren. Alle europäischen Stationen nach der Liste im Anhang können gearbeitet werden, außer /MM auf Schiffen in internationalen Gewässern.

Europa im Sinne des Spiels sind alle Länder des Kontinents sowie ganz Russland, die Türkei und die afrikanischen Atlantik- und Mittelmeerinseln und Exklaven der Südländer. Siehe auch unseren DXCC Anhang.

Frequenzen

Alle Verbindungen finden im CW-Exklusivbereich der Bänder von 160m bis 2m (außer 4m) statt. Hierbei werden die CW-Bänder in einen unteren und einen oberen Frequenzbereich unterteilt. Der obere Bereich wird besonders gefördert und empfohlen. Es sind folgende Frequenzen: 160m: 1.828 – 1.838 MHz 80m: 3.570 – 3.580 MHz 40m: 7.030 – 7.040 MHz 30m: 10.130 – 10.140 MHz 20m: 14.060 - 14.070 MHz 17m: 18.085 – 18.095 MHz 15m: 21.060 – 21.070 MHz 12m: 24.905 – 24.915 MHz 10m: 28.060 – 28.070 MHz 6m: 50.090 – 50.100 MHz 2m: 144.100 – 144.110 MHz. Dort werden Punkte doppelt gezählt. Selbstverständlich sollen die im IARU-Bandplan genannten QRP-Anruffrequenzen nur von QRP Stationen genutzt werden, auch die MS-QRG 144.100 MHz wird geschont. Nur Kontakte zwischen 2 Stationen werden gewertet, also keine Netze oder Verbindungen über Relais, Internet oder Sat.

Felder: Leitern/Schlangen/Normalfelder

Die Logs der Teilnehmer, die nach dem Ende eines Kalendermonats beim Auswerter ankommen, werden zu einem Gesamtlog zusammengefügt. Alle Locatorfelder, die in diesem Gesamtlog nur ein einziges Mal vorkommen, sind Leiterfelder des Vormonats. Alle Locatorfelder, die in diesem Gesamtlog mehr als fünfmal vorkommen, können Schlangenfelder des Vormonats sein. Jedes zehnte Feld dieser Schlangenkandidaten wird auch tatsächlich ein Schlangenfeld des Vormonats. Die Auswahl der tatsächlichen Schlangen geschieht nach dem Zufallsprinzip. Der Auswerter fällt die Entscheidung aber nicht nach Gutdünken, sondern nachvollziehbar über einen Zufallszahlengerator (der mathematische Begriff für die verwendete Formel ist Pseudozufallsgenerator mit Startwert, mathematische Details hierzu können beim Auswerter erfragt werden). Alle anderen Felder nennt man "normale" Felder, auch die 90% der potenziellen Schlangenfelder, die nicht ausgewählt wurden.

Punkte:

Die Punkte jedes Teilnehmers ergeben sich aus dessen gearbeiteten Feldern bzw. wie viele dieser Felder Schlangen/Leitern sind. Da dies abhängt von den anderen Teilnehmern und sich auch noch jeden Monat ändert, brauchen die Teilnehmer KEINERLEI Punkte zu deklarieren. Diese Arbeit übernimmt die Software des Auswerters, und zwar weitgehend automatisch. Man kann am Spiel auch teilnehmen, ohne sich um Punkte zu kümmern. Punkte werden wie folgt vergeben:

Normale Felder: 2 Punkte, Leiterfelder: 4 Punkte, Schlangenfelder: 4 Punkte Abzug. Es werden aber nur Punkte abgezogen, die auch tatsächlich vorhanden sind, so dass keine negativen Ergebnisse vorkommen können. Bereits erteilte und veröffentlichte Punkte werden nicht angetastet, man kann also nicht "zurückfallen".

In den "oberen Frequenzbereichen" zählen normale Felder und Leitern doppelt, Schlangen aber nicht. Wird ein Normalfeld sowohl im oberen als auch im unteren Frequenzbereich gearbeitet, zählt nur der obere Bereich (also die höhere Punktezahl).

Für die privilegierten Stationen, die aufgrund besserer Lage oder mehr Zeit extrem aktiv sind, gilt ab dem 100. erreichten Punkt, dass alle Normalfelder und Leitern nur noch halb so wirksam sind.

Logs

Es werden NUR elektronische Logs im Format ADIF (.adi) akzeptiert, die vor dem 8. Tag des Folgemonats eingehen, und zwar per Email an SL(at)eucw.org. Über das reine ADIF-Log hinaus müssen folgende Daten gesendet werden:

  1. Monat des Logs
  2. Verwendete(s) eigene(s) Rufzeichen.
  3. Name und E-Mail-Adresse des Teilnehmers
  4. Anzahl der eingereichten QSOs

Folgende QSO-Daten MÜSSEN in JEDEM QSO des ADIF-Logs sein:

Probleme: Fehlende Angaben führen meist zu Punktverlust, ebenso unrichtige Angaben. Nur richtig formatierte ADIF-Dateien können verarbeitet werden. Alle anderen Formate (andere Logformate, Excel, Textdateien) können nicht verwertet werden. Merke: eine Datei, die mit .adi endet, ist noch lange keine ADIF Datei. Die meisten Logprogramme erstellen gute Dateien, die Teilnehmer müssen sich aber davon überzeugen, dass auch alle Daten vorhanden sind.

Auswertung: Sie erfolgt rechnergestützt, so dass die Auswertung nach einer Woche meist zum 14. Tag des Folgemonats erstellt wird. Trotzdem ist die Auswertung ein gutes Stück Arbeit. Dem Auswerter wird nicht zugemutet, falsch formatierte Logs wandeln zu müssen.

Diplome

Wer mindestens sechs gültige Logs einsendet erhält das Grunddiplom. Sticker gibt es für lückenlose Logs. Die Rufzeichen der besten drei Logs werden nach der Aktivität veröffentlicht. Die detaillierten Ergebnisse liegen spätesten am 1. Februar 2016 vor. Die Entscheidungen des Auswerters sind nicht anfechtbar.

DM4RW (Übertragung aus dem Englischen durch DL1GBZ, im Zweifelsfall gilt der Englische Text.)

P.S. Weitere Hintergrundinformationen sind zusammengestellt im Anhang 2.